capital [ A ] architects

Sonntag, 24. März 2013

12V Bordnetz

Da immer noch winterliche Temperaturen in Wien herrschen, beschäftige ich mich mit der Auslegung des 12Volt Bordnetzes. Grundsätzlich wird das bestehende Bordnetz erhalten, jedoch um eineige Punkte ergänzt.
Als Pufferspeicher gibt es spezielle lifepo4 Akkus, üblicherweise Motorrad-Starterbatterien.

Ich werde das Modell LBP5500 anstatt der bestehenden schweren optima-Starterbatterie (17Kg) verwenden, diese hat 5,5Ah (x 13,2V = 72,6Wh), wiegt nur 900Gramm und ist sehr kompakt (LxBxH = 95x80x80mm), als baugleiche "Performance Lio5500" gibt es sie etwas günstiger vom Motorrad-Versand Hein Gericke.
72,6Wh bedeutet, die 4 LED-Blinker mit zusammen 20W (4x5W) könnten über 3,5 Stunden als Warnblinkanlage leuchten; wäre das LED-Abblend- und Rücklicht gleichzeitig auch noch eingeschaltet (2x32W + 2x5W) wäre die Laufzeit immer noch knapp 45min!

 
Die zusätzlichen 12V Sicherheits-features "Not-Aus" Schalter und "Inertia switch" als Crash-Sensor werden den Tyco Kilovac EV200 Schütz schalten und somit das 115V Antriebsnetz des Fahrzeuges im Notfall abschalten. Das 12V Bordnetz soll trotzdem weiterhin funktionstüchtig sein, um  beispielsweise die Warnblinkanlage bei einem Unfall zu versorgen.

Ich habe festgestellt, dass der von vielen EV-Lieferanten angebotene Inertia-Switch (Trägheitsschalter) PBT-GF15 ohnehin in klassischen britischen Roadstern weit verbreitet ist, nämlich zum abschalten der 12V Benzinpumpe bei einem Crash - ein ähnliches Prinzip, wie die Unterbrechung des Antriebs-Stromflusses. Somit wird er auch von vielen Oldtimer-Versandshops angeboten.

 
Um etwas zeitgenössischen Luxus ins Auto einfliessen zu lassen, werde ich elektrische Fensterheber (SPAL Deluxe power window kit) vorsehen, gemäss dem Beispiel eines TR6 US-Umbaus (auf V8) - interessant sind hier die 4-Pin Türkontakte (Painless door jamb) aus der Hot-Rod Szene, in Europa nicht gerade preiswert aber dafür sehr simpel und einfach zu verbauen.


Zusammenführen und unterbringen werde ich diese zusätzlichen E-Installationen in einem feuerbeständigen Funktionserhalt-Gehäuse, einerseits weil die orangene Farbe gut zur Verkabelung und zum EV-Design passt, andererseits um bei einem Unfall oder Brand jedenfalls noch den Kilovac-Schütz schalten zu können.
Diese Firebox wird auch die zusätzlichen 12V Sicherungen und den "fuel gauge driver plus" aufnehmen, aus Gründen der Einfachheit.

 

Donnerstag, 21. März 2013

LED & Stromverbrauch

Eine Möglichkeit, die Reichweite zur erhöhen, ist Strom zu sparen. Inzwischen gibt z.B. Bi-LED Scheinwerfer; der Triumpf verwendet ja die Standard 7"-Grösse, wie auch Golf I+II, Land Rover Defender, Jeep-Wrangler uvm.
Diese Scheinwerfer sparen nicht nur Strom (Leistungsaufnahme Low Beam/High Beam 32/39Watt im Vergleich zu H4 mit 55/60Watt je Scheinwerfer), sondern halten auch wesentlich länger (>30.000h) und bringen auch eine bessere Lichtausbeute - besonders wichtig beim oft "finsteren" TR6.
Teuer- aber sinnvoll und man erhält eine zeitgenössische Optik des Fahrzeugs.

Besonders robuste LED Schweinwerfer, da ursprünglich für militärischen Einsatz gedacht, gibt es von der amerikanischen Firma JW Speakers, das Modell "8700 Evolution".

 
Inzwischen gibt es auch einen deutschen Hersteller, die Firma Nolden liefert auch 7" Bi-LED Scheinwerfer in einem neutraleren, gefälligeren Look.

 
Beide Produkte haben eine generelle ECE und eine SAE Zulassung (keine TÜV-Abnahme notwendig), es gibt sie jeweils entweder in schwarz oder in Chrom Hintergrund-Optik.

Da wir gerade dabei sind, ich würde auch gerne die Blinker und Rückleuchten auf LED umgerüsten, die LED-Leuchtmittel gibt es standardmässig bei diversen Oldtimer Ersatzteil-Lieferanten (z.B. Rimmerbros) als einfaches Austauschteil, allerdings ohne deutsche StVO-Zulassung für den Aussenbereich eines Fahrzeuges.

 
Ich werde wohl das LED-Konzept versuchen durchgängig umsetzen, auch mit der Handschuhfach- und Innenraumbeleuchtung sowie der Armaturenhintergrundbeleuchtung. Diesbezüglich habe ich auch einen sehr schönen LED-beleuchteten Not-Aus Knopf entdeckt, den Omron A165E-LS. Er ist einer der kleinsten Not-Aus Schalter überhaupt und hat einen Durchmesser von nur 30mm.
Für 24V ausgelegt, es gibt aber auch ein 12V Leuchtmittel.
 

 
 
Update Nov. 2014
 Die Nolden 7" LED-Scheinwerfer kosten wohl 900-1.000 € für das Paar, inzwischen gibt es für Land Rover Defender (kompatibel mit TR6) auch amerikanische 7" LED-Scheinwerfer mit E-Zulassung von Truck-Lite, allerdings mit einer etwas auffälligen horizontalen Unterteilung, die zudem nicht ganz mittig platziert ist - dafür jedoch billiger für 400-500€ das Paar.
 

Es gibt jetzt auch bei "Blauer Tacho" Cree-Chip LED Leuchtmittel für Blinker, Rückfahrlicht und Heck-/Bremsleuchten (in weiss, rot oder gelb-orange), allerdings auch ohne StVO-Zulassung. Das liegt grundsätzlich nicht an dem LED-Leuchtmittel, eine E-Zulassung wird jedoch immer nur für eine Lampeneinheit, d.h. Leuchtmittel, Reflektor & Blende erteilt - und diese sind üblicherweise für Standard- bzw. Halogenleuchtmittel erfolgt.
 

 
Wer es trotzdem wagen will: Notwendig wird es hier sein Lastmodule oder neue LED-Licht- bzw. Blinkerrelais einzubauen, gibt's es vom selben Lieferanten auch online!
 
 
Eine weitere Möglichkeit den Verbrauch zu reduzieren - nicht nur bei EVs - ist die Verwendung von Leichtlaufreifen. Seit Herbst 2012 gibt es von Bridgestone den Ecopia EP001S, der erste AA bewertete Reifen überhaupt mit 16% besserem Rollwiederstand gegenüber vergleichbaren Reifen. Es gibt Ihn vorerst nur die Grösse 195/65R15, diese Grösse passt jedoch optimal auf die Triumph 15"-Felge!
Zudem ist das Profilmuster ziemlich zeitlos / neutral und nicht modisch / dynamisch!

 
Inzwischen gibt es auch einen genauso gut bewerteten A-A Reifen von Michelin extra für Elektrofahrzeuge, unter anderem auf dem Renault ZOE serienmäßig montiert, den  Michelin Energy E-V.
 
 
 
Eine einfache Maßnahme Gewicht zu reduzieren ist auch der Einsatz einer leichteren Schwungscheibe, am besten gleich ohne Zahnkranz. Ich habe das folgende Modell aus Aluminium gewählt: