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Donnerstag, 29. März 2012

Wieviel Volt sollen es sein?

Sämtliche Motore, die ich bisher recherchiert habe sind Hochvolt-antriebe mit einer Spannung über 240Volt. Das macht die Angelegenheit einerseits sehr schwer, aufgrund der notwendigen Anzahl von Batteriepacks und auch teuer. Akku-Packs haben ja üblicherweise 3,2Volt und wiegen je nach Leistungsdichte (Ah) 3-8KG - je mehr Volt, desto mehr Akku-Packs, desto mehr Gewicht!
Noch dazu ist das Gefahrenpotential höher und der TÜV wird auch eine größere Hürde.

Die Firma Irmscher hat mit dem 7 Selectra einen Sportwagen auf Lotus Superseven-Basis mit 144Volt konstruiert, also scheint diese Spannung auch absolut auseichend zu sein für meine Zwecke.


Auf  http://evalbum.com/4197 habe ich einen Porsche Boxster aus Bayern entdeckt, der mit 120Volt Spannung läuft, ebenso sehr viele EV-Conversions in den USA, die den Netgain WarP9-Motor verwenden.

Ich habe hierzu auch eine interessante Faustformel  auf einer US-Seite gefunden: "The higher the voltage, the more performance available and the higher the achievable top speed. For example, a 72 volt car will typically struggle to get past 72km/h, and a 96 volt car will top out near 96km/h."

Eine sehr interessante Ankündigung eines Motors mit geringerer Spannung (ab 100Volt) habe ich beim bayrischen Hersteller CPMotors gefunden, angeblich nur 14KG bei 40KW und ohne Notwendigkeit eines zusätzlichen Controllers (Eierlegendewollmilchsau?):


Eine erste Preisauskunft für den RFTR 205-20 inkl. Controller:
Eur 15.000,- erhältlich ab Ende 2012/Anfang 2013  
  • Nominal Power: 30 KW, max 50 KW
  • Spannung: 400 V
  • Drehmoment: max. 125 Nm

Samstag, 24. März 2012

Erste Überlegungen & Kalkulationen

Das angepeilte Ziel für den TR6- electric wird deffiniert mit 120-150km Reichweite und einer Höchstgeschwindigkeit von 135-150km/h, je nach Zuladung, Gegenwind und Fahrbahnverhältnissen.

Das Herzstück eines jeden Elektrofahrzeuges ist nicht wie beim Verbrennungsmotor der Motorantrieb, sondern dessen Steuerung; gemäß dem Pirelli-Slogan "Power is nothing without Control!"
Ich habe inzwischen einige Online-Recherche hinter mir und bin zu folgenden möglichen Ergebnissen betreffend der Motor- und Steuerungs-Kombinationen gekommen:

zum vergrößern anklicken

Bei Brusa handelt es jedoch sich um gebrauchte, daher preisreduzierte Komponenten, die aber neuwertig und überholt sind.
Sämtliche Kombinationen sind bereits verbaut und erfolgreich auf www.evalbum.com getestet worden. Es gilt nun die für mich optimale Lösung zu finden, vor allem im Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis und Gesamtgewicht des Fahrzeuges, das maximale Fahrzeuggewicht 1090KG sollte laut TÜV nicht überschritten werden.

Der EVO-Motor hat das geringste Gewicht und dabei mit die höchste Leistung (bestes Leistungsgewicht) und der Bamocar D3 Controller ist auch schon erfolgreich mit dem Antrieb getestet worden. Diese Kombination würde die Kosten nochmals etwas senken.

Sonntag, 18. März 2012

Aller Anfang ist schwer...


Erste Gespräche mit dem TÜV Austria; verblüffender Weise war man hier relativ offen und kooperativ. Ich habe vom zuständigen Sachbearbeiter den Tipp erhalten, dass nicht in allen Bundesländern eine EMV (Elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung) notwendig ist, das könnte helfen Kosten zu sparen.
Ausserdem empfahl man mir im Sinne einer einfacheren technischen Abnahme nur Komponenten mit CE-Konformität zu verwenden.


Die Literatur ist pünktlich zum Wochenende eingetroffen. Jetzt heißt es, das erste gegoogelte Halbwissen zu fundieren und sich einzulesen!

Das Buch "Build your own electric vehicle" ist etwas grundsätzlicher und theorethischer gehalten - daher macht es nichts, dass es eine etwas ältere Auflage ist.  "The electric vehicle conversion handbook" ist hier etwas prakmatischer und zeigt auch einige aktuelle Projekt-Dokumentationen, sogar eines TR6 - beide Bücher ergänzen sich auf den ersten Blick ganz gut.

Grundsätzlich ist ein EV-Umbau keine große Hexerei, jeder der schon mal ein Modell-RC-Fahrzeug oder eine komplexere Modelleisenbahn selber konzipiert und zusammengebaut hat, sollte das beherrschen.

Donnerstag, 15. März 2012

Es geht los!

 
Das Ursprungsfahrzeug ist ein TR6 Vergaser US-Version Baujahr 1972 mit 90KW/122PS, 2.5l Hubraum Reihen 6-Zylindermotor und 1090KG zulässigem Gesamtgewicht - es befindet sich seit 2002 in meinem Besitz und ist als Firmenfahrzeug angemeldet.

Der TR6 ist eigentlich ein ideales Ausgangsfahrzeug aufgrund folgender Faktoren:
  • geringes Fahrzeuggewicht
  • geringe Stirnfläche (Luftwiderstand/cw-Wert)
  • wenig elektrische Verbraucher (keine Fensterheber, Klima-Anlage, Servolenkung, ABS, etc.)
  • übersichtlicher Aufbau und gute Zugänglichkeit zwecks Demontage von Teilen
  • gute Ersatzteilversorgung und diesbezügliche Fahrzeugdokumentation
  • großer Motorraum aufgrund des langen Reihen 6-Zylinders und Kofferraum mit zusätzlicher großer Reserveradmulde
  • Fun-Car für den Sommer, wenn ein Stromer am optimalsten läuft.
Sollte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden, folgen sicher noch weitere Fahrzeuge - ebenfalls aus dem Segment der klassischen Britischen Sportwagen.